Strategien gegen Antiziganismus

Antiziganismus ist nicht nur ein abstrakter wissenschaftlicher oder politischer Begriff. Für einen Sinto oder einen Rom ist Antiziganismus eine Realität, die er_sie fast täglich erleben oder wahrnehmen kann beziehungsweise muss. Vorurteile, Ressentiments oder Ablehnung von Sinti und Roma als Individuum oder als Gruppe sind kein Einzelfall, sondern diese sind in der Gesellschaft vorhanden, spürbar und tief verankert. Als Begriff ist Antiziganismus in der deutschen Bürgerrechtsbewegung erst 20 Jahre, als Erscheinung mehr als 500 Jahre alt. Der Verband beteiligte sich 2013 an dem „Gutachten Antiziganismus zum Stand der Forschung und der Gegenstrategien“  von Markus End. Im Jahr 2013/14 initiierten wir gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg die erste „Forschungsstelle Antiziganismus in Deutschland an der Exzellenz Universität Heidelberg. Die „Forschungsstelle Antiziganismus“ wird im Jahr 2017 eröffnet. Der Verband ist Mitbegründer der  Gesellschaft für Antiziganismusforschung, Wissenschaftlicher Arbeitskreis Antiziganismus Rhein-Neckar und RomnoKher gGmbH – Ein Haus für Kultur, Bildung und Antiziganismusforschung. Der Verband beteiligt sich an verschiedenen Arbeitskreisen zum Thema Antiziganismus (siehe auch unter Kooperationspartner).

Wir bieten in Fällen von antiziganistischer Diskriminierung Beratung und Vertretung in Einzelfällen an. Weitere Beratungsangebote in rechtlichen Bereichen und zum Thema Bleibeberechtigung von Roma finden Sie in unserer Beratungsstelle für gleichberechtigte Teilhabe.

Ebenfalls bieten wir Beratung für Organisationen im Bereich Antiziganismus an. Auch organisieren wir Fachtagungen und Fortbildungen in Kooperation mit Institutionen und Organisationen.