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Roma Day Festival

8. April10. April

Am 8. April 2019 findet der Internationale Roma-Tag statt, der an den ersten Internationalen Roma-Kongress 1971 in London erinnert. Das Roma-Tag-Festival widmet sich  nicht nur dem Gedenken an den Völkermord, sondern fokusiert sich auf das vielfältige, bunte heutige Leben von Sinti und Roma. Damit soll auf die Situation von Sinti und Roma aufmerksam gemacht und durch politisch-kulturelle Veranstaltungen der Fokus der Öffentlichkeit auf die Lage der Sinti und Roma gerichtet werden. In der etwa 700-jährigen Geschichte der Roma in Europa war die Minderheit spätestens seit Beginn des 16. Jahrhunderts zahlreichen Formen von Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden hunderttausende Roma Opfer eines Völkermords. Auch heute noch sind Roma der Diffamierung, Diskriminierung und sozialer, ökonomischer und politischer Marginalisierung ausgesetzt und in vielen Staaten eine von der Mehrheitsbevölkerung nicht erwünschte Minderheit.
Erstmalig wird unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Fritz Kuhn vom Theater am Olgaeck und den AnStiftern ein Roma-Tag-Festival in Stuttgart veranstaltet.
Die Veranstaltungen am 8. April werden gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, durchgeführt.
Zu allen Veranstaltungen Eintritt frei.

Mo. 8. April – 18:45

Gedenkfeier am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus

auf dem Karlsplatz in Stuttgart Es sprechen Daniel Strauß, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, Dr. Helga Merkel zu Geschichte von Sinti und Roma, musikalisch begleitet von Romano Jilo

Mo. 8. April – 20:00

Eröffnung des Roma-Tag-Festivals

im Theater am Olgaeck durch den Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Landesverband Baden-Württemberg Daniel Strauß und Vertreter der Stadt Stuttgart.

Romeo Franz, Abgeordneter im Europäischen Parlament, stellt Mare Manuscha vor, Innenansichten aus Kunst und Kultur der Sinti und Roma. In diesem Band melden sich Künstlerinnen und Künstler mit Roma-Hintergrund selbstbewusst zu Wort. Romeo Franz und Cornelia Wilß trafen dreizehn Gesprächspartner und -partnerinnen aus unterschiedlichen europäischen Ländern an verschiedenen Orten in Deutschland. Einige der in diesem Buch porträtierten Kulturschaffenden sind als Gäste zu einer Podiums-Diskussion dabei.

Musikalisch wird der Abend von Roma Musikern des Stuttgarter Vereins Romano Jilo begleitet.

Am 9. und 10. April wird in Literatur, Musik und Film die Kultur der polnischen und russischen Sinti und Roma präsentiert.

Di. 9. April – 19:00

Internationaler Roma-Tag-Festival – Eintritt frei

Die Schwester der Vögel

Geschichten der polnischen Roma nach dem Buch von Jerzy Ficowski

Papusza – Die Poetin der Roma

Regie: Joanna Kos-Krauze, Krzysztof Krauze
Spielfilm, Polen, 2013, 131 min. FSK: 12, romanes/polnisch OmdU

Papusza schildert in einer großartigen Erzählung das Leben der Roma-Dichterin Bronis-lawa Wajs, von ihrer Mutter liebevoll „Papusza“ genannt. Bei Papuszas Geburt 1910 in Ostpolen prophezeien ihr die Roma-Frauen, dass sie allen großen Stolz oder große Scham bringen werde. Als junges Mädchen lernt sie heimlich bei einer jüdischen Buchhändlerin lesen und schreiben und entdeckt die Welt der Poesie. Als sie nach dem Zweiten Weltkrieg auf den Schriftsteller Jerzy Ficowski trifft, ermutigt sie dieser, ihre Gedichte aufzuschreiben. Ihre Werke erzählen von ihrem Wünschen und Träumen, von der Liebe zur Natur und der Sehnsucht nach dem gemeinschaftlichen Reisen. Jahre später werden ihre Gedichte ins Polnische übersetzt und veröffentlicht. Papusza wird schlagartig berühmt. Doch für den Ruhm zahlt sie einen hohen Preis.

PAPUSZA basiert auf der wahren Lebensgeschichte der ersten Dichterin der polnischen Roma. Die Regisseure Joanna und Krzysztof Krauze drehten einen betörenden in schwarz-weiß-Bildern gehaltenen Film, der zugleich ein episches Geschichtspanorama darstellt. Der Film verfolgt das harte Leben der fahrenden Roma, die Verfolgung vor und nach dem Krieg bis hin zu den Zwangsmaßnahmen zur Seßhaftmachung durch die kommunistische Regierung Polens. Denn die Biografie von Papusza ist eng verknüpft mit der Geschichte und Kultur der Roma Polens im 20. Jahrhundert.

Anschließend: Diskussionsveranstaltung

Mi. 10. April – 19:00

Internationaler Roma-Tag-Festival – Eintritt frei

Die alte Isergil

Maxim Gorki
Russische Zigeunerlieder
Nikolai Ramburger (Gitarre)

Das Zigeunerlager zieht in den Himmel

Табор уходит в небо
Regie: Emil Lotjanu
Spielfilm, SU, 1976, 100 min., FSK: 12
mit: Swetlana Toma, Grigori Grigoriu, Ion Sandri Schkurija, u.a
• Goldene Muschel
Internationales Filmfestival San Sebastián, 1976
• Beste schauspielerische Leistung (Swetlana Toma)
Internationale Filmfestspiele Panama, 1977

Unweit der österreichisch-ungarischen Grenze versuchen Zigeuner, gestohlene Pferde über einen Pass zu schmuggeln. Gendarmen sind ihnen auf den Fersen, und während eines Zusammenpralls wird Sobar, einer der Pferdediebe, verwundet. Die junge Zigeunerin Rada heilt ihn mit geheimnisvollen Kräutern, doch als er aus seinem Fieber erwacht, ist sie verschwunden. In einem Zigeunerlager findet Sobar das Mädchen wieder, doch Rada ist nicht bereit, ihre Freiheit für einen Mann zu opfern. Erst später lässt sie sich “erweichen”: Sobar soll ihr seine Demut beweisen, indem er in Gegenwart des ganzen Lagers vor ihr niederkniet und ihr die Hand küsst. Der starke Wille der Liebenden führt beide in den Tod…
Der Film ist ein Plädoyer für die Liebe und erhält seine besondere Stimmung durch die Musik und mitreißende Tanzszenen.
Nach der ersten Erzählung von Maxim Gorki, „Makar Tschudra” von 1892.

Emil Loteanu wurde 1936 in Clocuşna (damals Rumänien, heute Moldawien) geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in den Kriegs- und Nachkriegswirren und nach dem frühen Tod seines Vaters im ehemaligen Bessarabien, in Bukarest bei seiner Mutter und in Chisinau (Moldawien), wo er zeitweilig auf der Straße lebte. Nach einer Schauspielausbildung (1954-1956) in Moskau schloss er 1962 sein Studium an der berühmten Filmhochschule VGIK in Moskau ab und begann seine Karriere beim Moldova-Film Studio. 1973 wechselte er zu Mosfilm in Moskau. Mit den Filmen “Das Zigeunerlager zieht in den Himmel (1976), “Drama auf der Jagd” (1977) und “Anna Pavlova” (1983) errang er internationale Aufmerksamkeit. Von 1987 bis 1992 war Lotjanu Präsident der ‘Filmmakers Union of Moldova’. Darüber hinaus war er auch als Schriftsteller und Autor von Kurzgeschichten bekannt. In Moldawien, Russland und Rumänien erhielt er für sein künstlerisches Schaffen zahlreiche Auszeichnungen.
Loteanu starb 2003 in Moskau.

Табор уходит в небо

1976 | Музыкальный | 95 мин.
Режиссер: Лотяну Эмиль
Сценаристы: Лотяну Эмиль
Композитор: Дога Евгений

В главных ролях: Финити Серджу, Черная Ляля, Гаврилов Всеволод, Андрейченко Павел, Шишков Михаил, Шкуря Ион, Григориу Григорий, Тома Светлана

Несколько пересекающихся историй любви: гордой красавицы Рады и удалого цыгана Лойко Забара; золотоволосой Юлишки, влюбленной в Лойко; дворянина Силади, страстно любящего Раду… Жизнь цыганского табора проходит на фоне быта и нравов Бессарабии второй половины XIX века, провинциальной окраины Австро-Венгерской империи. –

Приз за лучшее качество фотографии на Международном техническом конкурсе фильмов XI конгресса УНИАТЕК в Париже (Франция) (1978); – Главный приз „Большая раковина“ на XXIV МКФ в Сан-Себастьяне (Испания) (1976)
Премия за лучшее исполнение женской роли Тома С.А. на XV МКФ в Панаме (Панама) (1977)
Диплом 1 ст на II Всесоюзном конкурсе на лучшее использование отечественных негативных цветных кинопленок при съемке художественных кинофильмов (1977)
Приз зрительского жюри за лучшую режиссуру Лотяну Э.В. на VII МКФ лучших фильмов мира „ФЕСТ“ в Белграде (Югославия) (1977)


Details

Beginn:
8. April
Ende:
10. April

Veranstaltungsort

Theater am Olgaeck

Charlottenstr. 44

Stuttgart,

70182

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Telefon:
(0711) 233 448
Website:
http://www.theateramolgaeck.de/